Ist der gute Ruf eines Unternehmens in Gefahr, schlägt die Stunde der Krisenkommunikation und erfahrener Berater. Zum effektiven Risikomanagement sollte aber auch seitens der Assekuranzen eine individuelle Absicherung gegen Reputationsrisiken aufgesetzt werden. Ein Gastbeitrag von Wolfgang Boffo von der Munich Re Group.
Die Reputation eines Unternehmens bestimmt zum großen Teil den langfristigen Geschäftserfolg. Je abhängiger ein Produkt oder eine Marke von der Wertschätzung und dem Vertrauen der Verbraucher, desto wichtiger ist das Renommée. Während der Aufbau einer exzellenten Reputation ein langfristiger Prozess ist, können bereits kleinere Ereignisse den Ruf langfristig und schwerwiegend beschädigen. Implementierte Notfallkonzepte zur Krisenkommunikation sind – wie eine Sprinkleranlage im Feuerfalle – unerlässlich. Diese helfen enorm, den möglichen Reputationsschaden, der sich zumeist in sinkenden Umsätzen und steigenden Kosten materialisiert, gering zu halten.
Unter unglücklichen Rahmenbedingungen aber kann dennoch ein (kurzfristiger) Liquiditätsengpass entstehen, der die Existenz des Unternehmens signifikant bedroht. Bislang bietet die Assekuranz – im Vergleich zur Feuerversicherung – noch keine speziellen Risikolösungen für Reputationsschäden an. Dies ist aber dringend nötig.
Mehr dazu in der E&Z Position 5/2010.
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